Reisewarnungen in Südamerika

Posted in Urlaub und Reisen on Oktober 30th, 2012 by Joergi

Südamerika ist eine faszinierende Weltregion, die den Urlaubern Einblick in viele faszinierende Kulturen bietet, in der atemberaubende Naturphänomene zu bewundern sind und in der die Urlauber viele Hinterlassenschaften vergangener Zivilisationen entdecken können. Südamerika ist eine faszinierende Region für eine Reise, die für alle Urlauber viele Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Allerdings bestehen in Südamerika auch einige Sicherheitsprobleme. Es gibt Sicherheitshinweise zu allen südamerikanischen Ländern, sodass die Urlauber in vielen Bereichen aufpassen müssen, um sich im Urlaub keinen Gefahren auszusetzen.

Hohe Kriminalitätsrate in Südamerika

Eines der größten Probleme des Subkontinents ist die hohe Kriminalitätsrate. Trickdiebstähle, Raubüberfälle, Entführungen und Morde sind in Südamerika deutlich häufiger als in Deutschland. Leider wird das Kriminalitätsproblem in Südamerika immer drückender, die Zahl der Straftaten ist in fast allen Ländern zunehmend. Jedes einzelne Land Südamerikas weist eine erhöhte Kriminalitätsrate auf, dennoch gibt es erhebliche Unterschiede in der Region. Im Süden – in den Ländern Argentinien, Chile und Uruguay – ist die Kriminalitätsrate noch deutlich geringer als in den nördlichen Teilen Südamerikas, obwohl hier der Anstieg in diesem Bereich besonders stark ist. Als besonders gefährlich gilt insbesondere Venezuela, das Land mit der höchsten Mordrate in Südamerika, jedoch auch Brasilien und Kolumbien sind für die Urlauber nicht ungefährlich. In allen Ländern ist es ratsam, einige Sicherheitsmaßnahmen zu beachten, um die Gefahr, Opfer einer Straftat zu werden, zu mindern. Eine wichtige Regel ist es, Ausweispapiere, Kreditkarten und andere wichtige Dokumente stets eng am Körper zu tragen. Außerdem sollte bei einem Raubüberfall niemals Widerstand geleistet werden, da die Täter in diesem Fall häufig von Schusswaffen Gebrauch machen. Außerdem ist es immer ratsam, sich in größeren Gruppen zu bewegen, unbelebte Orte insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit zu meiden und Wertgegenstände nicht offen zur Schau zu stellen. Es kann sinnvoll sein, sich an öffentlichen Orten nicht offensichtlich als Tourist zu erkennen zu geben, da dies die Aufmerksamkeit der Kriminellen wecken kann. Bei Taxifahrten sollten grundsätzlich nur offiziell zugelassene Taxis genutzt werden, selbst wenn diese etwas teurer sind.

In den großen Städten Südamerikas, wie hier Bogota, Kolumbien kann es immer wieder gefährlich werden. Bild:© Tifonimages – Fotolia.com

Soziale und politische Konflikte

In Südamerika kommt es häufig zu sozialen und politischen Kundgebungen, bei denen es zum Einsatz von Gewalt und Schusswaffen kommen kann. Die Urlauber sind zwar als unbeteiligte Zuschauer nicht direktes Ziel von Angriffen, jedoch können diese ebenfalls in die Auseinandersetzungen verwickelt werden. Daher ist es ratsam, sich von großen Menschenansammlungen, die den Eindruck erwecken, politisch oder sozial motiviert zu sein, stets fern zu halten.

Guerilla-Kämpfe

Vor einigen Jahrzehnten waren bewaffnete bürgerkriegsähnliche Konflikte in vielen Ländern Südamerikas an der Tagesordnung. In diesem Bereich konnten jedoch erhebliche Fortschritte verzeichnet werden. Lediglich in Kolumbien kommt es noch vermehrt zu Guerilla-Aktivitäten, hier finden Sie ein Beispiel was passieren kann, weshalb insbesondere die Grenzregionen gemieden werden sollten. Auch in Peru machte eine Guerilla-Gruppe nach vielen Jahren wieder durch Kämpfe mit der Polizei und der Armee auf sich aufmerksam. Doch ist die Intensität der Auseinandersetzungen bislang gering und für Touristen besteht keine Gefahr.

Weitere Gefahren

In Südamerika ist in vielen Bereichen die Verkehrssituation gefährlich. Insbesondere in Bolivien wird dazu geraten, nur mit bekannten Busunternehmen zu reisen, da in anderen Fällen die Wahrscheinlichkeit für Unfälle sehr hoch sei. Darüber hinaus bestehen in einigen Ländern Gefahren durch Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Vulkanausbrüche. Davon ist in erster Linie die Andenregion betroffen.

Aktuelle Gefahren

Im Moment besteht für kein südamerikanisches Land eine Sicherheitswarnung. Lediglich für einige Länder sind im Moment Hinweise zur Sicherheit vorhanden, die jedoch nicht so schwerwiegend einzustufen sind, wie eine Reisewarnung. Zu den Sicherheitshinweisen zählt beispielsweise ein Hinweis auf die angespannte politische Situation in Venezuela. Im Vorfeld der Präsidentenwahl kam es wiederholt zu Ausschreitungen, bei denen sogar Todesopfer zu beklagen waren. Das aufgeheizte Klima wird sich aufgrund der Wahlen in den Provinzen im Dezember vorerst nicht abkühlen. Ein weiterer Sicherheitshinweis betrifft vulkanische Aktivitäten in Kolumbien. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in die Nähe der Vulkane Nevado del Huila, Galeras und Nevado del Ruiz ab. Vor allen Reisen nach Südamerika ist es empfehlenswert, sich auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes über aktuelle Sicherheitswarnungen und -hinweise zu informieren, um Gefahren auf der Reise zu vermeiden.

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